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      <title>Brooklyn to Berlin</title>
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      <pubDate>Fri, 14 Jun 2013 20:22:19 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.cultureelpersbureau.nl/2013/06/sonic-youth-voorman-lee-ranaldo-stelt-teleur-met-stormschilderij-op-hollandfestival/&quot;&gt;(Wijbrand Schaap für &amp;quot;Cultuurpers&amp;quot; (Kulturpresse))&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es gibt also doch figurative Musik. Musik, die genau wie figurative Malerei, ein ziemlich genaues Bild der Wirklichkeit zeichnet. Die Zusammensetzung 'Hurricane Transcriptions &amp;quot;von Sonic Youth-Gitarrist Lee Ranaldo ist ein solches Bild: 17 Streicher des ziemlich unvergleichlichen Ensemble Kaleidoskop zeigen eine ziemlich gute Impression von Hurricane Sandy, dass New York traf im letzten Jahr, und Lee Ranaldo singt dazu ein Liedchen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Enttäuschend? Eigentlich schon. Eigentlich genau so enttäuschend wie das Auftreten von Greenwood &amp;amp; Dessner während des Holland Festival im letzten Jahr, mit Amsterdam Symfonietta. Auch da entstand eigentlich nicht schönes zwischen den elektrischen Gitarren der Popmusiker und den Klängen des klassischen Ensembles. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Drastischer noch: Die begrenzte Menge Effektgeräte von Lee Ranaldo und das veraltete Instrumentarium (ein alter Fender Rhodes, ein abgeblätterter Strat und eine akustische Gitarre) teilen einen einzigen Verstärker. Das Bedienen des Effektpedals ergibt einen ziemlich lauten Klick und im Ambiente des Muziekgebouws stört das. Die Musiker von Kaleidoskop haben außerdem die ganzen Apparate nicht nötig um voller, angsteinjagender und stiller zu klingen als Lee Ranaldo. Mit seinen Schnürchen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wie gut Kaleidoskop ist, haben sie früher am Abend hören lassen in drei Kompositionen, die die Vielseitigkeit dieses &amp;quot;Solisten-Ensemble&amp;quot; demonstrierten. Ob es ein musikwissenschaftlich hoch anerkannte atonale Geigenklangstöße oder Schmiertöne aus der Feder von Sebastian Claren sind, oder ein Stück minimal drone von Julia Wolfe, womit sie einen Zeitraffer-Film aus Hafenkränen begleitet (über das Figurative gesprochen): diese Hipster können alles, in ihren sorgfältig ausgesuchten Sommer-Outfits&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Seltsamerweise flog das Dach des Gebäudes erst richtig weg bei einem Stück echter barocker Virtuosität: eine Scarlatti-Bearbeitung von Komponist Charles Avison. In ihrer Haltung, ihren Bewegungen, in ihrer Kommunikation unter einander und in ihrer Ausstrahlung lebte das gesamte Ensemble plötzlich auf, während sie vorher vor allem schwierig dreingeschaut hatten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das schwierig-gucken kam sofort wieder bei der Weltpremiere des Sandy-Gemäldes von Lee Ranaldo. Und während Kaleidoskop schwierig dreinblickte, schaute vor allem Ranaldo selber sehr schwierig. Auch in den Passagen indem er mit seiner Gitarre als Singer-Songwriter auftrat, und in das Mikrofon sang, hielt er besonders sorgfältige Dirigent André de Ridder im Blick. Logisch, weil er hatte auch Etwas Sehr Schwieriges (ironisch) geschrieben. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Er war nicht dabei seine Geschichte zu erzählen, sondern dabei, im richtigen Moment die richtigen Worte zu singen. Das bedeutete, dass der Inhalt seiner Malerei auf der Bühne hängen blieb und nicht den Sprung in den Saal machte.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und ich kann dann selbst ein großer Fan sein von Rock und Pop, in dem Moment als Lee Ranaldo sich mit seinem Bogen über seinen vintage Stratocaster hermachte, wurde das alles kurz echt peinlich: Da stand er, seinen Bogen in der Faust, ein bisschen sinnlos über die eisernen Saiten zu reiben, während um ihn herum der Sturm von Kaleidoskop raste. Wie ein Vorschulkind mit zu großen Fußballschuhen im Anstoßkreises während einer WM-Finale. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was bleibt, ist eine Begegnung mit einem virtuosen Ensemble. Weil das ist Kaleidoskop ohne weiteres.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Bewertung:&lt;br/&gt;Optisch: 8 von 10&lt;br/&gt;Programm: 6,5 von 10&lt;br/&gt;Qualität Kaleidoskop: 9,5 von 10&lt;br/&gt;Weltpremiere Ranaldo: 2,5&lt;br/&gt;Gesamt: 6,6 (Enttäuschend: Demonstration von Virtuosität des Solistenensemble Kaleidoskop und Unvermögen von Lee Ranaldo sich daran zu messen)&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Karfreitag - Anders</title>
      <link>http://www.hannahwalter.de/HannaH.Web/resonance/Eintrage/2013/3/29_Karfreitag_-_Anders.html</link>
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      <pubDate>Fri, 29 Mar 2013 23:38:54 +0100</pubDate>
      <description>Im Aufhofener Käppele lädt Pater Alfred Tönnis zu einer ungewöhnlichen Andacht mit Filmen und Geigenmusik (Von Günter Vogel)&lt;br/&gt;Schemmerhofen - Im Aufhofener Käppele hat Pater Alfred Tönnis zu einer Karfreitagsandacht mit ungewöhnlichen Inhalten eingeladen. Zwei Programmbereiche standen im Vordergrund: Die junge Berliner Geigerin Hannah Walter spielte Bach und Locatelli, und es wurden fünf kurze Filmbeiträge über das Hospiz für Sterbende „Via Luce“ in Villingen-Schwenningen gezeigt. Pater Alfred Tönnis, der vor der Kamera über die Auseinandersetzung mit dem Tod und die Auferstehung sprach, hatte die fünf Folgen übertitelt: „Im Kreuz ist Heil“, das gleichsam als Leitwort steht, „Christus ist erstanden“, „Wir sind nur Gast auf Erden“, „Den Weg will ich gehen“, „Näher mein Gott zu Dir.“ Die Sequenzen zeigen die Hospizkapelle und räumliche Symbole, informieren über christlich-ambulanten Pflegedienst. Tönnis spricht über den Auftrag zur Nächstenliebe. Er besucht einen Todkranken, der inzwischen verstorben ist. Er erläutert ein Bild im Hospiz, das eine fast abgelaufene Sanduhr zeigt; der noch verbleibende Rest ist vergoldet, markiert die Willkommenskultur in dieser Einrichtung. Der Pater weckt das Bewusstsein dafür, dass nach dem Tode „noch etwas kommt.“ Von Johann Sebastian Bach spielte Hannah Walter die Chaconne aus der Partita für Violine solo BWV 1004. Die Musik ist „pur“, diese Chaconne, der einzige Variationensatz in Bachs Kammermusik, ist eine Welt für sich. Das mehrstimmig polyphone Spiel fordert Höchstleistung vom Interpreten. Und die Geigerin blieb den Vorstellungen des Komponisten nichts schuldig. Hannah Walter spielt mit kraftvoll bestimmendem Grundton, klar und konstruktiv, mit hoher Expressionskraft, verzichtet auf jedwede unangebrachte lyrische Süße. Adäquat ist der edle, in den Tiefen cellohafte Ton ihres Instruments von dem berühmten Pariser Geigenbauer Philipp Bernardel von 1849.  Von Bachs Zeitgenossen Pietro Antonio Locatelli interpretierte die Künstlerin dann das Capriccio „Il labirinto harmonico“ (das harmonische Labyrinth) aus dessen Meisterwerk “L’arte del violino“ (die Kunst der Violine) mit technisch ebenso hohen Anforderungen wie vorher das Stück von Bach. Sie spielte schreitend durch die Kirche; dadurch entstand ein besonders intensiver Raumklang. Hannah Walter mit ihrem brillanten Ton und präzise-dramatischen Zugriff zu hören, bedeutet wahrzunehmen, wie eine Geige zum Leben erwacht.  Gemeindeassistentin Melanie Spöttle las eine Erzählung von Michael „Bundy“ Roth – „Paul der Schmetterling“ – in der ein kleines Mädchen überzeugt ist, dass der tote Bruder sie als Schmetterling besucht, ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Fantasie und Gefühl eines Kindes helfen, einen großen Verlust zu verarbeiten. Ein Lied der Gemeinde und ein gemeinsames Vaterunser beschloss einen kontemplativen und bewegenden Gottesdienst mit dem großen Themenkreis Sterben – Glauben – Auferstehung. (Quelle: Schwäbische Zeitung)&lt;br/&gt;(Erstellt am 02. April 2013)&lt;br/&gt;&lt;a href=&quot;http://www.schemmerhofen.de/,Lde/Home/Gemeinde+_+Daten/Karfreitag+_+einmal+anders.html&quot;&gt;http://www.schemmerhofen.de/,Lde/Home/Gemeinde+_+Daten/Karfreitag+_+einmal+anders.html&lt;/a&gt;</description>
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